www.jugend-offensive.info :: WERDE AKTIV IN DEINER STADT!
www.jugend-offensive.info/aktionsberichte/
16. März 2008
Neueste Aktionen

Heldengedenken Fürstenwalde

Heldengedenken (Halle/Saale)

Heldengedenken in Gerstetten + Langenau und Niederstotzingen Video

Spontandemo gegen Polizeiwillkür in Landsberg am Lech

Heldengedenken 2008 irgendwo im Spreewald Video

Der Volkstrauertag in Wurzen

„Volkstrauertag” und Heldengedenken

Heldengedenken - Aktionen in Hoyerswerda Video

Gedenkfeier auf dem Golm (Insel Usedom)

Heldengedenken im Hegau und Brigachtal Video

16. März 2008
Spontaner Protest und Polizeigewalt
.: Unser eigentliches Ziel: Die „Antifa“-Demonstration in Ganderkesee :.

Am Samstag den 15.03.2008 fand in Ganderkesee eine "Antifa"-Demonstration unter dem Motto "Auf zur Fahrt ins Grüne – den rechten Vormarsch stoppen" statt. So sammelten wir uns mit etwa 20 nationalen Aktivisten an der Autobahnausfahrt Groß-Ippener. Zufälligerweise wurden wir dort vom Staatschutz entdeckt und darauf von der Bereitschaftspolizei eingekesselt. Nach etwa drei Stunden, der Durchsuchung von mehreren Autos, Personalienaufnahmen, Beschlagnahmungen von "gefährlichen Gegenständen" – Propagandamaterial, schwerere Muttern und andere "Wurfgeschosse", Kleidungsstücke, Benzin und diverse Selbstverteidigungsmittel – bekamen wir Platzverweise für die Städte Ganderkesee und Delmenhorst ausgesprochen und entschlossen uns, mehrere Städte spontan zu besuchen um unseren Protest gegen die Polizeiwillkür auf die Straße zu tragen. Unser erstes Ziel sollte dabei Verden sein. Der EA (Ermittlungsausschuss) der "Antifa" konnte uns bezüglich der Polizeirepression übrigens nicht sonderlich weiterhelfen. Wenn grade mal nicht die Mailbox am Apparat war, dann ein herzlich hilfloser verwirrter Mensch. Wen habt ihr da eigentlich zum EA gemacht, liebe "Antifa"?

.: Fahrt nach Verden und Rastplatzblockade :.

Nach einer kurzen Besprechung machten wir uns auf den Weg nach Verden. Mittlerweile hatten sich zuerst drei, später zwei zivile Wagen des Staatsschutzes zu uns gesellt, weshalb wir samt Staatsschutz eine kleine Pause auf dem nächsten Autobahnparkplatz einlegten. Nach kurzer Zeit fuhr einer der Zivilwagen weiter, wohl um uns am nächsten Autobahnrastplatz abfangen zu wollen. Der zweite Wagen der Staatsschützer wurde zu deren lautstarker, aber eher verzweifelter Empörung dann kurzerhand von einer unserer Fahrzeugbesatzungen blockiert, während die anderen (langsameren) PKW ungestört entkommen konnten. Mit Vollgas wurde der letzte Staatsschutzwagen dann auf der Autobahn abgehängt, während wir den zuerst losgefahrenen anderen Wagen zu unserem Vergnügen mit einer Panne auf dem Seitenstreifen entdeckten.

.: Spontaner Protest in Verden und Ausschreitungen mit der Polizei :.

In Verden angekommen begannen wir unseren spontanen Protest in die Verdener Innenstadt zu tragen. Durch Sprechchöre und kurze Redebeiträge zum Themenkomplex der Unterdrückung politisch Andersdenkender in der BRD wurden die Verdener Bürgerinnen und Bürger auf die Missstände in unserem Land und in ihrer Region aufmerksam gemacht. Die Resonanz in der gut besuchten Fußgängerzone war dabei überrascht und interessiert bis positiv. Kurz vor Beendigung der spontanen Aktion wurden wir darauf von zivilen und uniformierten Beamten eingekesselt, was einigen Zuschauern den von uns angesprochenen Charakter dieses Systems sicherlich verdeutlichte.

Als wir versuchten, uns der Reichweite der Polizeibeamten zu entziehen, versuchten diese zwei Aktivisten mit körperlicher Gewalt festzuhalten. Darauf kamen andere Aktivisten den betroffenen Kameraden zu Hilfe und versuchten sie zu befreien, es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Diese wusste sich in ihrer Situation nicht besser zu helfen, als unkontrolliert mit Pfefferspray zu hantieren, sodass in der Folge drei Personen festgenommen wurden und zwei weitere ins Verdener sowie ins Bremer Krankenhaus (wo es eine Augenklinik gibt) gebracht werden mussten. Der nötige Notarztwagen musste dabei erst durch einen Aktivisten gerufen werden, da der örtliche Staatsschutz sich weigerte ärztliche Hilfe anzufordern. Wie sich später herausstellte, hätten die betroffenen Aktivisten mit bleibenden Schäden an ihrer Sehfähigkeit rechnen müssen, wären sie nicht sofort behandelt worden. Da wir die unrühmliche Szenerie der Polizeigewalt mit der Kamera festgehalten hatten, suchten die Polizeibeamten verzweifelt nach den Kamerachips und brachten schließlich alle verbliebenen Personen zur Wache, um sie erkennungsdienstlich zu behandeln und zu durchsuchen, auch wurden mehrere PKW durchsucht. Fündig wurden sie trotzdem nicht, und so können wir die Gewalt der staatlichen Repressionsorgane wieder einmal mit Bildern beweisen, die ja bekanntlich nicht lügen können.

.: Und Andre ist auch da :.

Übrigens tauchten nach den Verhaftungen auch Andre Aden und einige Verdener "Antifaschisten" und Punks am Ort des Geschehens auf, versuchten sich mit Bedrohungen und schossen einige Fotos. Wir möchten dich mal ganz persönlich fragen, lieber Andre: Hast du eigentlich nichts anderes zu tun?

Sicherlich ist am gestrigen Tag nicht alles so gelaufen wie geplant. Aufgrund der Verhaftungen war es denkbar schwierig, nochmals nach Ganderkesee zurückzukehren und der dortigen "Antifa" nochmals einen Anstoß zum Nachdenken zu geben, wem die Stadt denn wirklich gehört. Nach der Demonstration jedenfalls bleibt wohl doch eher wieder ein Vakuum zurück, das wir sicherlich füllen werden können. Wir werden sehen, was die Zukunft für die Delmenhorster Umgebung bringt. In diesem Sinne:

Wir sehen uns auf der Straße!

[autonome Nationalisten aus der Region +++ autonome Nationalisten Nordwest +++ FK Osterholz]

Spontaner Protest und Polizeigewalt

Spontaner Protest und Polizeigewalt

[Kommentar hinzufügen]

Name:


Kommentar:

Kommentare:


Freiheit! schrieb am 16.03.08 21:25
Auch wenn nun einige vielleicht den Nutzen der Aktion etwas negativ sehen, da ausser Festnahmen und ggf. daraus folgenden Strafanzeigen nicht sehr viel an Propaganda rüber gekommen ist: Die Geschehnisse sind wichtig und gut für die die Dynamik der ausführenden Kräfte. Für ihren Zusammenhalt, ihre eigene Geschichte und Motivation. Die differenz zwischen der eigenen politischen Idendität und der des Apparates wurde dadurch vergrössert.

Nun muss der nächste Schritt folgen und uneingeschränkte Solidarität über bestehende Netzwerke eingefordert werden, damit die Reaktion des Apparates sich auf die Gemeinschaft verteilt und nicht den Einzelnen hart trift.

Macht weiter so! Andere sehen euch dabei zu, wie ihr selbstbestimmter handelt, als sie es jemals für möglich gehalten haben und so begriffen werden kann, dass man sich mit der hier vorherrschenden Situation niemals abfinden muss.

Solidarische Grüße!


Youthment schrieb am 17.03.08 22:54
Repsekt für euren Mut und eure Entschlossenheit. An euch sollten sich andere ein Bsp. nehmen, nicht zuschauen oder entmutigen lassen. Die Fotos haben nebenbei eine sehr nützliche Funktion, nicht nur das man dort die Gesichter für spätere Zeiten hat, nein, verwendet sie jetzt um den Menschen zu zeigen was in diesem Staat wirklich abgeht.

grüße aus Leipzig

Inhalt

Eigenen Aktionsbericht veröffentlichen

RSS Feed

Länderstatistik

Baden-Württemberg (32)
Bayern (32)
Berlin (10)
Brandenburg (91)
Bremen (5)
Hamburg (1)
Hessen (16)
Mecklenburg-
Vorpommern (4)

Niedersachsen (11)
Nordrhein-Westfalen (34)
Rheinland-Pfalz (2)
Saarland (0)
Sachsen (135)
Sachsen-Anhalt (16)
Schleswig-Holstein (6)
Thüringen (21)
europäisches Ausland (9)

www.jugend-offensive.info