04. Dezember 2007 Kinderaugen weinen trocken ... Ein dunkler Schleier verhüllt mehrere jungen Menschen, viele von ihnen sind wie Trauernde schwarz gekleidet. Was bewegt über 50 Personen dazu sich hier bei kühlem Wetter zusammenzufinden?
Die Scheinwerfer des vorbeifahrenden PKWs erhellen plötzlich eines der drei Transparente; beim Lesen stockt mir für einen kurzen Augenblick der Atem: "Diese Stadt hat Pädophile satt!" steht darauf geschrieben. Ist es schon wieder passiert? Wurde einmal mehr ein Kind Opfer dieser widerwärtigen Subjekte? Interessiert, gleichsam traurig und bedrückt, nähere ich mich den Menschen, die voller Ehrfurcht für ihre Idee, für ihre Sache, für ihre Meinung in der Dunkelheit stehen. Dann lese ich ihr Flugblatt:
"Sollen wir erst dann reagieren, wenn es zu spät ist? Es ist unser Anliegen Sie jetzt für das Thema Kindesmissbrauch zu sensibilisieren. Wir setzen uns ganz klar für eine funktionierende Werteordnung ein, in der Kinderschänder mit aller Härte bestraft werden! Machen Sie mit und gestalten Sie mit uns gemeinsam eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder!"
Zum Glück ist in meiner Stadt Köthen nichts vorgefallen. Aber ich kann sie verstehen. Ja, ich stimme ihnen zu, in diesem Land geschehen seltsame Dinge, die uns alle insgeheim mächtig bedrücken. Was tröstet, ist oftmals der "Wohlstand". Ein junger Idealist sagt zu mir, dass wir ALLE unser Handeln einmal selbst überdenken sollten, dass Selbstreflektion in dieser Zeit zu einem sehr starken Charakterzug geworden ist. Viele von uns sind leider immer noch Architekten dieser kalten und herzlosen Stimmung untereinander. Wir reproduzieren dieses System alltäglich, oft unbewusst. Warum verwirklichen wir nicht unsere Ideen einer Welt, in der die Menschen in einer Gemeinschaft leben? In der wir nicht wegschauen, in der wir mit einer gesunden Moralvorstellung auf unsere Mitmenschen einwirken, ohne ihnen natürlich die Freiheit zu nehmen?
Ich begreife so langsam, welche Gedankengänge hinter dieser Aktion stehen. Einerseits fordern sie härtere Strafen für Kinderschänder, andererseits verbergen sie aber auch nicht ihren entschlossenen Wunsch einer neuen Welt, einer neuen Ordnung. Und so gehe ich mit neuen Erkenntnissen heimwärts. Ich blicke zurück und sehe sie noch immer an ihrem Platze; dort steht der Nationale Widerstand.
www.jn-stassfurt.de
Kommentare:
eve schrieb am 04.12.07 18:19 Viel mehr von solchen Aktionen gegen Kinderschänder Jungs, damit kommt ihr an bei der Bevölkerung... macht weiter so!
Klaus schrieb am 05.12.07 01:46 Eve, wir wollen nicht die Bevölkerung sondern das Volk! ;)
Aber ansonsten - gute Aktion!
Eman schrieb am 05.12.07 13:02 Ein Fahnenträger hat die Hand in der Hosentasche. Man sollte vor der Fahne mehr Achtung und Disziplin zeigen.
Ansonsten sehr gute Aktion!
der Gute schrieb am 07.12.07 17:39 Ich find die Aktion auch Klasse! Zeigen sie doch, wer es mit seinen Worten auch ernst meint und wer nicht. Wie stehen denn die Demokröten zu dem Thema?
Foxx schrieb am 07.12.07 18:23 Werden wir kreativer, bekommt das Regime Angst. Super Aktion und ein Zeichen dafür, dass der Widerstand in Sachsen-Anhalt wieder langsam in Form kommt. Hoffentlich werden weitere Aktionen folgen. ;)
Tingeltangelbob schrieb am 07.12.07 18:25 Die Demokröten waren vielleicht zu viert dort vertreten, finden deshalb auch keine Erwähnung im Text. Sie sind es einfach nicht wert. Sie haben ein Flugblatt verteilt, was an Lächerlichkeit nicht zu übertreffen war. Da stand etwas von "Rechtsextreme im Dunkeln stehen lassen", anscheinend haben sie den Jahreszeitenwechsel nicht mitbekommen, wenn gleich sie den Wert der Jahreszeiten sowieso nicht erkennen. Man hätte ihr Flugblatt im Text zerpflücken können, aber wir halten es mittlerweile so, dass man ihnen keine Beachtung schenken sollte. Eigentlich ist es eine Genugtuung, denn sie sind nichts und zeigen es ständig. Das mit dem Fahnenträger werden wir beim nächsten Mal unterbinden!