19. August 2007 Rudolf Heß: Nächtliche Aktion in Staßfurt Im Schutz der Nacht versammelten wir uns am Freitag Abend, um mit einer kleinen Aktion dem Märtyrer Rudolf Heß zu ehren. Mit Sicherheit ist bekannt, dass der zentrale Heß-Marsch ebenso wie in den beiden letzten Jahren aus fadenscheinigen Gründen verboten und somit die Rechtsstaatlichkeit in empfindlichen Maße untergraben wurde.
Selbst Ausweichveranstaltungen wurden kategorisch verboten und ein massives Polizeiaufgebot an diesem Wochenende machte nahezu jede angemeldete oder spontane Aktion zunichte. Sogar wenn Demonstrationen angemeldet wurden, die auf diese übermäßige Polizeipräsenz und undemokratischen Mafiamethoden staatlicher Seite aufmerksam machen sollten, ergo nichts mit dem Thema Rudolf Heß zu tun hatten, so wurden diese sofort gerichtlich untersagt.
Folglich mussten wir uns andere Mittel und Wege einfallen lassen, um dem Staat ein Strich durch die Rechnung zu machen. Eine kleine nächtliche Plakataktion schien uns unter diesen Umständen genau angemessen zu sein. Unser kleiner Spaziergang begann in der Nähe Dr.-Frank-Gymnasium, führte über die Bodebrücke zur Steinstraße (einschließlich BIDC und Theater), machte einen kleinen Umweg über denn Bahnhof und endete am Rathaus. Allein auf diesem Weg verklebten wir über 50 Plakate, besonderes Augenmerk legten wir dabei natürlich auf die Bahnhofsüberführung. Gäste unsere schönen Stadt sollen schließlich sofort erkennen, was für ein Wind in Staßfurt weht.
Höhepunkt war natürlich der Hort antidemokratischer Gesinnung, die Zentrale des Volksbetruges - "unser" Rathaus. Hier beklebten wir die Türen, Treppen und den angrenzenden Fußweg auf der Hohenerxlebener Straße. Der Bürger soll wissen, was vor 20 Jahren geschah und dieses altehrwürdige Gebäude schien uns genau als der richtige Übermittler.
Leider überraschten uns in diesem Augenblick unsere Freunde in Grün, die wohl einige Überstunden wegen uns machen mussten - tja, Pech gehabt, liebe Polizei. Die Aktion brachen wir an dieser Stelle wohl oder übel ab, da es in diesem freien Land mit U-Haft bezahlt wird, wenn junge Menschen ihre Meinung frei äußern.
Zu guter Letzt möchten wir uns bei allen beteiligten Aktivisten und Unterstützern bedanken, ohne die diese Aktion nicht möglich gewesen wäre.
An die Adresse der Polizei Staßfurt einen netten Gruß und folgende Worte: Ihr werdet auch in den nächsten Wochen Überstunden machen müssen, wir werden euren Feierabend bestimmen, denn wir sind an einem Scheideweg angekommen, an dem es kein Zurück mehr gibt. In nächster Zeit werden kleine überregionale Aktionen folgen, mit oder ohne Anmeldung. Wenn ihr die Bürgerrechte missachtet, pfeifen wir auf eure Gesetze.