25. Januar 2008 Trauermarsch durch Magdeburg - Ehrenvolles Gedenken statt Anpassung an den Zeitgeist ! Am Abend des 16.Januar 1945 wurde Magdeburg 39 Minuten lang bombardiert. Während dieses Angriffes wurden über 1.050 Tonnen Bomben abgeworfen, davon 60 Prozent Brandbomben. Bis zu 70 Kilometer weit hörte man die Detonation. Die Erde bebte.
Die Altstadt, die Nordfront und Teile der Alten Neustadt, ein Gebiet von mehr als 2.4 Quadratkilometern waren ein einziges Flammenmeer. In einem Bericht zu den britischen Luftbildaufnahmen vom 6. Februar heißt es: "Der größte Teil der Altstadt von Magdeburg, der Hauptstadt der preußischen Provinz Sachsen-Anhalt, ist durch Feuer vernichtet worden." Bereits in den ersten Tagen und Wochen nach dem Angriff war von 16.000 Toten, über 11.000 Verletzten und 190.000 Obdachlosen die Rede.
Mit dem Angriff vom 16. Januar war das Leiden der Magdeburger noch nicht zu Ende, es folgten noch 14 Angriffe bis zum 17.April!
"Wie viele Menschen bei dem Bombardement ihr Leben verloren, wird nie aufgeklärt werden. Auf dem Westfriedhof der Stadt wurden offiziell 3.750 bis zur Unkenntlichkeit Verstümmelte beigesetzt. Historiker schätzen die Zahl der Toten auf bis zu 16.000." (Mitteldeutsche Zeitung 15.1.06)
Deshalb standen am 19.01.08 in Magdeburg wieder nachdenkliche deutsche Menschen auf der Straße und gedachten der Frauen, Kinder und Greise, die bei diesem Bombenangriff ums Leben kamen. Auch ca. 50 Mitstreiter aus Erfurt und Umgebung fanden wieder den Weg in die Hauptstadt Sachsen-Anhalts.
Stadtrat und GdP ohne Demokratieverständnis
Nachdem alle Kameraden am Hauptbahnhof eintrafen, wurde die Veranstaltung eröffnet. Der Auftaktredner Kamerad J. Bauer erklärte die schmutzigen Machenschaften der Stadt, da sie kurzerhand die Friedhofssatzung änderte, um nationalen Deutschen das Recht zu verwehren, dort ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Des weiteren schilderte er, wie sich sogar die Gewerkschaft der Polizei (GdP) politisieren lässt und entgegen ihrer Aufgabe am sogenannten "Protest gegen Rechts" beteiligt.
Doch diese Unverfrorenheiten störten die anwesenden Mitstreiter nicht und somit bewegten sich anschließend ohne Störung 800 Trauernde durch die Stadt Magdeburg. Über die lange Otto von Guericke-Straße marschierte man bis zum Haus der Gewerkschaft der Polizei, vor dem sich der Platz des 17. Juni befindet. Dieses historische Datum des 17. Juni steht bekanntermaßen für den Freiheitsdrang der Bürger der ehemaligen DDR und ist für uns ein Ansporn, uns weiterhin gegen Staatswillkür und Repression zu wehren. Dort wurde deshalb folgerichtig die Zwischenkundgebung abgehalten. Ein junger Kamerad von der "Initiative gegen das Vergessen" gab den Anwesenden einen geschichtlichen Einblick in die Dramaturgie der Bombardements und über die damit verbundenen Kriegs- und Völkerrechtsverletzungen.
Viel Publikum und Sympathie für den Trauerzug
Dann setzte sich der Marsch wieder in Bewegung durch die historische Altstadt, die in den Januarwochen des letzten Kriegsjahres fast komplett zerstört wurde. Als der Zug die Einkaufspassage erreichte, begleiteten viele Bürger diesen und zeigten reges Interesse. Auf der Abschlusskundgebung vor dem Rathaus, verdeutlichte Kamerad S. Braumann nochmals die Wichtigkeit des Trauermarsches, in einer Zeit, wo man deutsche Opfer mit den Füßen tritt.
Der letzte Redner, Kamerad A. Biere, veranschaulichte die Heldenhaftigkeit der Deutschen Soldaten im Krieg und an der Heimatfront. Eindrucksvoll senkten sich die Fahnen und nach einem Ruf der Gefallenen der Heimatfront ertönte als Antwort der 800 Teilnehmer ein deutliches "Hier". Anschließend wurde eine Trauerminute für die Opfer des Bombenholocaustes eingelegt.
Man nahm wieder Aufstellung und marschierte wieder geschlossen und im Gedenken zum Hauptbahnhof zurück. Dort wurde die Veranstaltung ordnungsgemäß beendet und allen Teilnehmern für ihr Erscheinen und ihre Disziplin gedankt.
In Treue fest!
Magdeburg - Wir kommen wieder!
Quelle: naso-erfurt.de
Kommentare:
Ratze schrieb am 31.01.08 08:38 Lasst euch nicht unterkriegen