17. Juni 2008 17. Juni `53 - Damals wie heute, nationaler Freiheitskampf! Unruhe gärt auf dem Bau der Berliner Stalinallee. Man spürt, dass etwas in der Luft liegt, Unerträgliches lässt die Spannung fast bis zum Zerreisen ansteigen. Hier und da werden Rufe laut: „Schluss mit der Ausbeutung!“. „Ich geh doch nicht für die roten Parteibonzen schuften“.
Grund für den steigenden Unmut der Bauarbeiter ist eine von der Marionettenregierung der DDR ab Mai 1953 beschlossene Erhöhung der Arbeitsnormen in Betrieben und Kombinaten um 10%. Der ohnehin schon knappe Lohn allerdings sollte derselbe bleiben. Im ganzen Land herrschte Unschlüssigkeit ob und wann die Erhöhung durchgesetzt werden sollte.
So formierte sich ausgehend von der oben angesprochenen Stalinallee, am 16. Juni 1953 ein spontaner Protestmarsch zum Haus der Ministerien. Unter Losungen wie „Kollegen, Kollegen reiht euch ein, wir wollen freie Menschen sein“ oder „Spitzbart, Bauch und Brille (gemeint waren die SED Bonzen Ulbricht, Pieck und Grotewohl) sind nicht des Volkes Wille“ reihten sich immer mehr deutsche Arbeiter ein.
Auch am darauf folgenden Tag dem 17. Juni 1953 kam es zu Streiks und Arbeitsniederlegung in ganz Ostberlin. Rasend schnell verbreitete sich die Kunde vom Aufstand in über 270 Orten der DDR, besonders in Leipzig, Bitterfeld, Halle, Merseburg und Görlitz. Überall erhob sich die Bevölkerung, und nun brach es aus einem geknechteten Volke heraus, kommunistische Propaganda wurde entfernt und zerstört, Baracken der Kasernierten Volkspolizei gestürmt und angezündet, SED-Gebäude gestürmt und unzählige Akten wurden auf der Straße verteilt, Zonengrenzschilder wurden entfernt und kommunistische Fahnen verbrannt, ein Volk wollte Einigkeit und Selbstbestimmung statt Unterdrückung und Fremdherrschaft.
Als Moskaus Vasallen der Lage nicht mehr Herr werden konnten, ließen sie die russischen Panzer und Soldaten los. T-34 Panzer der Roten Armee fuhren gnadenlos in die Menge der Demonstranten, vermeintliche Rädelsführer wurden sofort standrechtlich erschossen. Und dennoch deutsche Arbeiter aller Berufe und Schichten setzten sich gegen die Panzer und Gewehre der sowjetischen Besatzer zur Wehr. Steine gegen Panzer, Holzlatten gegen Karabiner, die Arbeiter des 17. Juni kämpften für ihre Ideale.
Zum ehrenden Gedenken an die mutigen Männer und Frauen jenes Aufstandes marschierten am 14. Juni 2008 etwa 150 junge Deutsche in Zerbst. Lautstark machte man klar, dass die Ziele der Großväter auch noch unsere seien. Ist die DDR auch längst Teil der Geschichte, die Forderungen der Arbeiter damals, haben heute nichts an ihrer Aktualität verloren. Noch immer stehen die Besatzer im Land, noch immer kann man von ehrlicher Arbeit kaum Leben, noch immer sitzen Menschen in den Kerkern dieses Systems, weil sie eine andere politische Meinung vertreten, noch immer fordern wir freie Wahlen.
Nationale Sozialisten aus Leipzig führten seit ende Mai, ununterbrochen Umfragen durch. Die Fragen waren Folgende:
Was wissen die Menschen heute noch über den 17. Juni 1953? Was sagen sie über die heutige politische Lage und denken sie das sich ein Sommer `53 wiederholen kann?
Die Auswertung aller Fragebögen ergab folgendes Bild:
Von etwa 5700 Befragten halten überwältigende 93 % die politische Lage für schlecht. 76% halten einen Volksaufstand für möglich oder sogar unausweichlich.
Ein mehr als deutliches Zeichen, dass hoffen lässt das sich in naher Zukunft doch einiges ändert….