08. Mai 2008 8. Mai – Wir feiern nicht! - Leipzig Ein junger Mann fuhr heute Morgen mit seinem Fahrrad zur Arbeit, er genießt das schöne Frühlingswetter und erfreut sich an der Natur und am Sonnenschein, doch plötzlich bleibt er stehen…
Im Schatten eines großen Ahornbaumes steht einsam ein Holzkreuz. Langsam und sorgfältig ließt der Mann den Namen auf dem Holzkreuz, "Erika – Brigitte Maier", und er ließt weiter die darunter stehende Inschrift "von russischen "Befreiern" vergewaltigt und ermordet".
Bedächtig steigt er auf sein Rad und fährt langsam den langen Radweg weiter. In seinem Kopf arbeitet es. Während er so weiter fährt, bemerkt er in einiger Entfernung das nächste Holzkreuz.
"Siegfried Schulz – 5 Tage nach Ende des 2. Weltkrieges von alliierten Soldaten erschossen. Grund: Deutschenhass"
Und wieder einige Kilometer in einer weiten Kurve, am Rand eines Feldes, ein Kreuz mit der Aufschrift:
„Im stillen Gedenken an über 3 Millionen Deutsche die bei der völkerrechtswidrigen Vertreibung aus ihrer Urdeutschen Heimat ums Leben kamen"
Gedanken jagen durch sein Hirn, Satzfetzen nur, Bruchstücke aus alten Erzählungen seiner Großmutter, welche mit 24 Jahren aus Schlesien vertrieben wurde. Erzählungen, die den 8. Mai 1945 nicht so blumig und wunderbar schilderte wie es heutzutage Geschichtsbücher und feiste BRD Lehrer unseren Kindern beibringen.
Sie erzählte vom Schrecken, der teuflischen Fratze der Befreier, ihrer Willkür, Sie berichtete vom Kindersterben, von Vergewaltigung und Mord. Er kann den ganzen Tag an nichts anders denken, er fängt an Fragen zu stellen und beginnt hinter die Fassade dieser Republik zu sehen….
Und so wie dem jungen Mann, erging es heute Morgen sicherlich vielen Leipzigern. Denn über hundert dieser Holzkreuze tauchten im gesamten Stadtgebiet auf.
Parallel dazu verteilten junge Deutsche, mehrere Tausend Flugblätter. In ihren Schriften zeigten Sie auf das die "Befreier" von damals auch heute noch am Werk sind. Immer noch befreien Sie Volk nach Volk von ihrer Freiheit, von ihrem Selbstbestimmungsrecht, von ihrer Kultur und schlussendlich von ihrem Leben.
Und während die BRD Regierung, das feige Spießbürgertum und die Linken den Tod von Millionen Deutschen nach Kriegsende(!) wie ein Fest feiern, gehen junge Deutsche auf die Straße. Sie zeigen, dass ihnen ihre Ahnen nicht Egal sind. Sie zeigen, dass die Selben, die damals unser Volk mordeten, auch heute weiter morden.
Damals war es Deutschland, heute sind es Afghanistan und der Irak und morgen vielleicht schon der Iran. Die "Befreier", allen voran die USA, führen einen bewaffneten Konflikt nach dem anderen, einzig allein um ihre Macht zu stärken. Sie behaupten für die Freiheit, gegen Terrorismus und für die Menschenrechte. Doch die Folterzellen von Schwäbisch Hall und die Berichte und Bilder von Guantanamo sprechen eine andere Sprache.
In Wahrheit dulden sie keine freien Völker, keinerlei Selbstbestimmungsrecht. Alles und jeder soll sich ihrer Art zu Leben unterordnen, der Mensch soll zum wurzellosen Sklaven werden, seelenlos , nur eine Nummer, ein Produktionsfaktor für ihren Profit.
Und genau dagegen und für die Freiheit zogen unsere Ahnen ins Feld, darum starben unzählige deutsche Männer im Feldgrauen Ehrenkleid, darum litten Millionen Frauen und Kinder in der Heimat unter den alliierten Terrorbombern, darum hielten Jung und Alt im Frühjahr 1945 die Stellung.
Und darum: WIR FEIERN NICHT!
Kommentare:
Aktivist Baden Württemberg schrieb am 09.05.08 11:18 Sehr gute Aktion, mal ne andere Idee, als Banner und Plakate. Auch wir waren nicht untätig... Denn wir feiern die Befreiung unseres Volkes von seiner Freiheit nicht!
Potsdamer schrieb am 09.05.08 16:29 schöne Aktion!!! ja, welche "befreieung" denn auch -.-!!!
Pressefutzie schrieb am 09.05.08 16:38 Polizei prüft Propaganda-Aktion Parolen mutmaßlicher Neonazis im Stadtgebiet
Mutmaßliche Rechtsradikale haben versucht, den Jahrestag des Kriegsendes für Propaganda zu nutzen. In den gestrigen Morgenstunden tauchten im Stadtgebiet eine Reihe von Holzkreuzen, Plakaten und Graffiti auf. Tenor: "8. Mai - Wir feiern nicht". Laut Polizei wurden entsprechende Losungen in Kleinzschocher, Mölkau und Probstheida entdeckt. In der Rolf-Axen-Straße stellten Beamte gegen zwei Uhr drei Jungen Männer, die Flugblätter bei sich hatten. Vier weitere Verdächtige wurden ganz in der Nähe festgestellt. "Es muss nun geklärt werden, ob die Schriftzüge bereits die Schwelle der Strafbarkeit überschritten haben", teilte Polizeisprecher Andreas Loepki mit. Hinsichtlich eines an eine Wand gesprühten Hakenkreuzes seien bereits Ermittlungen eingeleitet worden. Aus dem Leipziger Umland wurden gestern ähnliche Parolen gemeldet. Der nächtliche Propagandafeldzug war offensichtlich eine Aktion der im sogenannten Freien Netz zusammengeschlossenen Neonazis. Auf ihren Internetseiten berichten die Rechtsextremen jedenfalls umgehend über die Aktion. Diese Gruppierung hatte in diesem Jahr bereits Neonazi-Aufmärsche in Reudnitz und Grünau angemeldet (die LVZ berichtete). F.D.
Quelle: LVZ - Freitag, 9. Mai 2008 - Seite 15 __________________________________________
Brauner Spuk - Hakenkreuz und Parolen
Leipzig - In Kleinzschocher, Mölkau und am Südfriedhof hinterließen Neonazis Transparente wie "Macht euch von der Lüge frei". Die Polizei konnte an der Rolf-Axen-Straße drei Täter (21, 21, 23) stellen. Polizeisprecher Andreas Loepki: "Nun muss geklärt werden, ob die Schriftzüge die Schwelle der Strafbarkeit überschritten haben." Das gilt auf jeden Fall für ein dort gesprühtes Hakenkreuz."
Quelle: Bild - Freitag, 9. Mai 2008 - Seite 3
Aktivist schrieb am 10.05.08 07:18 Kann jemand was zu Merseburg berichten?